In Teil 1 hatte ich in das strukturierende Visualisieren in der Mediation eingeführt und in Teil 2 die Moderationstafel vorgestellt. Nun geht es um die Mediaglyphen.
In Italien wurde bereits vor mehreren Jahren in bestimmten Bereichen ein verpflichtendes Erstgespräch beim Mediator vorgeschrieben, bevor eine Klage eingereicht werden kann. Es gibt drei Zugänge zur Mediation:
Gestern hatte ich unter dem Titel „Die Mediatoren erobern die Welt“ darüber berichtet, dass mit Giuseppe Conte ein ausgewiesener Mediator Regierungschef in Italien werden soll. Die Tinte des Beitrags war im übertragenen Sinn noch nicht trocken, da kam auch schon die Meldung, das Conte den Auftrag zur Regierungsbildung nach dem Veto des Präsidenten gegen einige
Naja, nicht ganz 🙂 Aber immerhin soll in Italien nun ein Mediator Regierungschef werden. Giuseppe Conte, der designierte Ministerpräsident, ist nicht nur Juraprofessor in Florenz, sondern auch anerkannter Schlichter und Mediator. Das berichtet nicht nur die Zeitschrift „Die Mediation“ auf ihrer Homepage, sondern auch die TAZ und die Zeit.
Noch wenig verbreitet ist bisher die Mediation zur Lösung der anlässlich einer Unternehmenskrise oder -Insolvenz auftretenden Probleme und Konflikte. Konflikte gibt es in diesem Zusammenhang mehr als genug. Das Vertrauen der diversen Gläubiger ist zumindest beschädigt. Die Mitarbeiter völlig verunsichert.
Konflikte kosten die Unternehmen Geld. Über diesen Satz besteht wohl durchaus Einigkeit. Unklar ist indes, wieviel Geld in den Unternehmen durch Konflikte entgeht bzw. verbrannt wird. Klar ist aber auch, dass es weder möglich sein wird, jedweden Konflikt im Unternehmen zu vermeiden, noch dass es gewollt sein kann, Konflikte im Unternehmen vollkommen zu vermeiden. Immerhin
Bekanntlich gibt es 5 Konfliktlösungsstile, abhängig davon, ob man eher die eigenen Interessen betont oder den fremden Interessen den Vorrang einräumt.
Bei uns sind Einzelgespräche in der Mediation und insbesondere in der Familienmediation eher verpönt. Dies resultiert aus der hier eher favorisierten Schule der transformativen Mediation. Die Lösung des Konflikts soll sich aus dem gegenseitigen Verstehen mehr oder weniger von selbst entwickeln.